Taktik – Theorie – Soziale Arbeit

Ausgangspunkte dieser Debatte waren ein politisches Statement von Roland Fürst in der Tageszeitung "der Standard", eine polemische Replik von mir (PPE) und eine daraufhin eskalierende kurze und aufgeregte Diskussion auf Facebook. Auf Vorschlag von Manuela Brandstetter sollte für dabei aufgeworfene Fragen eine seriösere Diskussionsplattform gefunden werden. Hier ist sie.

Muss man als Sozialarbeiter/in für unbegrenzte Zuwanderung sein?

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Peter Pantuček-Eisenbacher

Sozialarbeit ist keine politische Bewegung, sondern eine Profession, die als notwendige Denkvoraussetzung ihrer Arbeit den Anspruch auf eine inklusive Gesellschaft mit sich trägt.

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Manuela Brandstetter: Lieber Peter

Lieber Peter!

Peter, nachdem Deine Replik sowie die Karfreitags-Postings zu/auf Roland Fürsts Standard-Artikel auf Deiner Site stehen, will ich Dir schreiben und eingedenk unserer doch langjährigen Beziehung Stellung beziehen.

Die Community (ich erlaub mir, die SchreiberInnen nun als lose gekoppelte aber sich mit einem Identity Peg verbundene Gruppe zu fassen) bezog sich beim Rückmelden und bei der zweifellos elementaren Frage der Abgrenzung von rassistischen Wahrnehmungsschemata und rechten Argumentationszügen u. a. auf „die Soziale Arbeit“ als analytisches Referenzsystem. Ziemlich rasch fanden sich die ersten Kommentare, die davon schrieben, wie es denn angehe, wenn SozialarbeiterInnen solche Artikel verfassen, so eine Nähe zu rechten Argumenten herstellen würden, diese vertreten etcetera. So als hätten SozialarbeiterInnen dafür zu sorgen, sich in einer von rechten Ansätzen reinen Umgebung aufzuhalten und als hätten sie mit Milieus unterschiedlichster Prägung nichts zu tun…

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Links, rechts und andere Irritationen. Anmerkungen zu einem Kommentar von Roland Fürst.

Roland Fürst hat einen Kommentar im Standard geschrieben. Hier eine Replik. Die Debatte auf meinem Facebook-Account finden Sie hier.

Die SPÖ schert sich schon längere Zeit nicht um die „klassischen Wählergruppen der Partei“. Es könnte sein, dass er damit die Schwächsten in dieser Gesellschaft meint: „Diese Menschen müssen mit Löhnen und Transferleistungen auskommen, die sie an oder unter die Armutsgrenze zwingen. Die durchschnittliche ASVG-Pension für Frauen beträgt € 944,-.“ schreibt Fürst. Wie wahr. Schlägt er hier einen Kurswechsel vor? Das tut er nicht. Soweit es sich aus dem Text erschließt, ist die „Lösung“, die ihm vorschwebt, eine Kombination aus dem Ende multikultureller Toleranz und eine rigide Beschränkung der Zuwanderung. Was das an der Lage der Schwächsten ändern soll, bleibt offen. Werden dadurch die skandalös niedrigen ASVG-Pensionen höher? Echt jetzt?

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