Zettelkasten

Gedanken, Gesammeltes, Stichwörter, Skizzen, Hilfreiches und Irritierendes zu Methodik und im weiten Sinne theoretischer Reflexion Sozialer Arbeit. Ein Zettelkasten, einsehbar.

 

Vom Warten der Toten

images-1.jpeg

Einige Überlegungen zur Auferstehung – wie kann das funktionieren?

Weiterlesen...

Sisyphos und die Zielgerichtetheit

Peter Pantucek im August 2011.

 

An einem Strand auf Karpathos beobachte ich meinen dreijährigen Sohn Paul beim Graben eines Lochs im Sand. Die Brandung schüttet sein Loch immer wieder zu. Paul gräbt weiter, macht ein neues Loch, das wiederum zugeschwemmt wird – und so geht es immer weiter, bis ich mich abwende.

Weiterlesen...

Richtig helfen mit Winnie the Poo

Eine Winnie the Poo - Geschichte, kommentiert: Wie man ein Problem nicht löst.

"Es ist doch enorm, was so alles in einem Klassiker steckt. Oder umgekehrt - weil so vieles mit-durch-in ihm möglich ist, weil die Geschichte so ein Potenzial hat, kann sie ein Klassiker sein."

Bernhard Wiebel (-> Münchhausen-Bibliothek)

winnie01

Weiterlesen...

Was ist Ganzheitlichkeit in der Sozialen Arbeit?

Der Terminus „Ganzheitlichkeit“ wird v.a. im Gesundheitswesen positiv besetzt und polemisch verwendet (als Gegenentwurf zu den Fachmedizinen, die sich inzwischen auf molekularer Betrachtungsebene mit der Entwicklung und Bekämpfung von Krankheiten beschäftigen).

Das Fehlen einer solchen Spezialisierung v.a. der Forschung und Entwicklung ist m.E. Kennzeichen für ein Technologiedefizit der Sozialen Arbeit, die, betrachtet man v.a. die deutschsprachige veröffentlichte Diskussion, noch eine der wenigen in den funktional differenzierten Gesellschaften verbliebenen Ressorts zu sein scheint, die von einem ideologischen Diskurs dominiert werden. Die deutsche universitäre Sozialpädagogik hat einen großen Anteil daran, allerdings auch die Institutionsabhängigkeit der Sozialen Arbeit und die Politikabhängigkeit der Institutionen (vergleichbare inhaltliche Eingriffe der Politik in die Medizin sind zum Beispiel undenkbar).

Weiterlesen...

Thema oder Problem? Träume oder Ziele?

Eine Anfrage, geboren aus einem Forschungsprozess, und ein spontaner Antwortversuch.


Lieber Peter,

sorry, ich kann mich nicht weiter zurueckhalten...

Ist dir irgendwann mal was untergekommen zum Unterschied zwischen ,,Thema'' und ,,Problem''?

Es wird sowohl in der schriftlichen Welt als auch in den Teamsitzungen vorwiegend von ,,Themen'' der Klientinnen gesprochen. Die SozArb spricht z.B. von einem ,,Themenkatalog'' bestehend aus ca 10 Themen von denen dann eine Kombination bei dem Klienten zutrifft und jeweils zu bearbeiten ist. Dies passt zu dem Abschnitt im jeweiligen Jahreskonzept in dem ,,Themenschwerpunkte der Sozialbetreuung'' aufgelistet werden.

Weiterlesen...

Autorität?

KlientInnen mögen manchmal „Autorität“, d.h. eine Feststellung durch SA, was richtig und was falsch ist.

Weiterlesen...

Urszenen der Sozialarbeit und der Sozialpädagogik

Überlegungen zur Differenz von Sozialarbeit und Sozialpädagogik anlässlich der Konzeption eines Lehrgangs Sozialpädagogik.

Weiterlesen...

Hausverstand

Für den Gegenstand der sozialarbeiterischen Intervention, den Alltag, liegen immer schon Alltagsdeutungen vor – auf sie (als Profi) unter Bedingungen des Handlungsdrucks zurückzugreifen scheint sich anzubieten, zumal sich dafür im Common Sense (dem „Alltags“- oder „Hausverstand“) auch immer Zustimmung finden lässt.

Weiterlesen...

Münchhausen: Von Umkehr und der Stärke

Zwei Jahre, nachdem Immanuel Kant seinen berühmten Text "Was ist Aufklärung" 1784 in der "Berlinischen Monatsschrift" veröffentlicht hatte, schrieb Gottfried August Bürger in nur wenigen Monaten die nicht minder berühmten Münchhausen-Geschichten nieder: "Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande, Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen". Der Autor war als Privatdozent der Uni Göttingen ohne festes Einkommen und in einer ökonomisch prekären Situation. Zudem war vor kurzem seine geliebte zweite Frau gestorben. Er arbeitete einen Sommer lang intensiv am "Münchhausen". Vom Erfolg, den sein Werk später haben sollte, erfuhr er zu seinen Lebzeiten nicht mehr.

 

Weiterlesen...

Geständnisse

Manfred Nowak, Sonderberichterstatter für Menschenrechtsfragen der UNO, weist darauf hin, dass Folter in vielen Staaten weiterhin gebräuchlich sei. Einer der Gründe dafür sei, dass das Geständnis oft noch als wichtiger Beweis für die Schuld gilt. Foucault hat bereits darauf hingewiesen, dass die große Bedeutung des "Geständnisses" sich auch in sanfteren Formen der Herrschaft erhält. Letztlich zielen auch viele Gesprächstechniken der Psychotherapie (und der Sozialen Arbeit) darauf, dass die KlientInnen ihre Probleme, auch ihre "Schuld" gestehen. Das Eingeständnis soll der erste Schritt zur Veränderung sein.

Weiterlesen...