Peter Pantuček-Eisenbacher, Wien/St. Pölten

Verfahren der Sozialen Diagnostik und deren Einsatz in der Jugendhilfe

Das Konzept der Sozialen Diagnostik fokussiert nicht auf Personen, sondern auf Situationen, speziell auf das Verhältnis von Individuen zu ihrer Umwelt bzw. zur Gesellschaft, und es ist kooperativ ausgerichtet. Was hier „verstanden“ werden soll, ist nicht eine Person, sondern sind die Bedingungen, unter denen eine Person ihr Leben zu führen versucht. Nicht nur die Fachkraft, sondern auch die KlientInnen sollen ein besseres Situationsverständnis erlangen. Damit eröffnet sich eine erweiterte Perspektive. Es wird leichter, als subjektiv „vernünftig“ zu

verstehen, wie die Personen agieren, und es entfaltet sich ein Themenfeld des Dialogs. Es mag paradox erscheinen, aber es funktioniert: Wenn man den Blick auf die Situation, nicht auf die Person richtet, wird die respektvolle Verständigung mit der Person erleichtert. 

 

Pantucek, Peter (2013): Verfahren der Sozialen Diagnostik und deren Einsatz in der Jugendhilfe. In: jugendhilfe 51. Jahrgang Nr. 2.  S. 98-105.

 

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Sozialarbeitswissenschaft, Beratung

Dieser Text fand keine Gnade vor den Herausgebern des Bandes, für den er geschrieben wurde. 

Die Rede von der Sozialarbeitswissenschaft (oder auch: Fachwissenschaft Soziale Arbeit) kam in den 1990er-Jahren auf, mit ihr wurde eine Kontroverse eröffnet, die sich über Jahre zog und die eher wegen allgemeiner Ermüdung als wegen einer konstruktiven Erledigung erloschen oder beendet erscheint. Angemerkt muss werden, das diese Kontroverse vor allem in Deutschland stattfand, ihre Ausläufer streiften auch Österreich und die Schweiz.

Wenn Sozialarbeitswissenschaft so eng zu sein scheint, dass sie manchen wie ein Schrebergärtlein vorkommt (obwohl: so klein ist der davon erfasste Tätigkeitsbereich wieder nicht, und vor allem: er wächst unaufhörlich), ist „Beratung“ breit, groß, allgegenwärtig.

 
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Zu Gast beim Campus- und City Radio

 

Zu Gast beim Campus & City Radio, es geht um das Studium der Sozialen Arbeit, und ein  bisserl um Musik. On air am 19.9.2011.

music note der Stream

 

Auf dem Weg zu einer Profession 2.0? Das Selbstverständnis der Profession Sozialer Arbeit in Österreich ist im Wandel

Eine Profession ohne abgegrenzten Zuständigkeitsbereich, ohne durchsetzbar standardisierte Ausbildung und ohne Struktur der Selbstverwaltung muss nicht einflusslos sein und kann statt ihre Grenzen zu verteidigen an der Entwicklung ihres Kerns arbeiten. Ausgehend von der österreichischen Situation wird die Rolle der Hochschulen für eine Profession Soziale Arbeit des 21. Jahrhunderts diskutiert. Weiterbildungsstudiengänge und Master mit offenen Zugängen spielen dabei nicht nur eine Nebenrolle.

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Alltags-Stalinismus

Bei der Neuordnung meiner Bibliothek fiel mir ein alter Text in die Hände:

Pantucek, Peter (1994): Der fundamentalistische Schrebergartenverein. Stalinistische Organisationsstrukturen am Beispiel der KPÖ. In: Neugebauer, Wolfgang (Hg.): Von der Utopie zum Terror. Stalinismus-Analysen. Wien. S. 157-170.

Zur Vorgeschichte:

Seit Mitte der 70er-Jahre war ich Mitglied der KPÖ. Der Kollaps des „sozialistischen“ Staatensystems 1989 spülte eine Reformführung an die Spitze der österreichischen KP, die sich vom autoritären Erbe zu lösen versuchte. Für diese Führung arbeitete ich an der Vorbereitung eines neuen Statuts und beschäftigte mich deshalb intensiv mit den organisationsformen der radikalen Arbeiterbewegung.

 

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