Peter Pantuček-Eisenbacher, Wien/St. Pölten

Sisyphos und die Zielgerichtetheit

Peter Pantucek im August 2011.

 

An einem Strand auf Karpathos beobachte ich meinen dreijährigen Sohn Paul beim Graben eines Lochs im Sand. Die Brandung schüttet sein Loch immer wieder zu. Paul gräbt weiter, macht ein neues Loch, das wiederum zugeschwemmt wird – und so geht es immer weiter, bis ich mich abwende.

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Was ist Ganzheitlichkeit in der Sozialen Arbeit?

Der Terminus „Ganzheitlichkeit“ wird v.a. im Gesundheitswesen positiv besetzt und polemisch verwendet (als Gegenentwurf zu den Fachmedizinen, die sich inzwischen auf molekularer Betrachtungsebene mit der Entwicklung und Bekämpfung von Krankheiten beschäftigen).

Das Fehlen einer solchen Spezialisierung v.a. der Forschung und Entwicklung ist m.E. Kennzeichen für ein Technologiedefizit der Sozialen Arbeit, die, betrachtet man v.a. die deutschsprachige veröffentlichte Diskussion, noch eine der wenigen in den funktional differenzierten Gesellschaften verbliebenen Ressorts zu sein scheint, die von einem ideologischen Diskurs dominiert werden. Die deutsche universitäre Sozialpädagogik hat einen großen Anteil daran, allerdings auch die Institutionsabhängigkeit der Sozialen Arbeit und die Politikabhängigkeit der Institutionen (vergleichbare inhaltliche Eingriffe der Politik in die Medizin sind zum Beispiel undenkbar).

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Autorität?

KlientInnen mögen manchmal „Autorität“, d.h. eine Feststellung durch SA, was richtig und was falsch ist.

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Hausverstand

Für den Gegenstand der sozialarbeiterischen Intervention, den Alltag, liegen immer schon Alltagsdeutungen vor – auf sie (als Profi) unter Bedingungen des Handlungsdrucks zurückzugreifen scheint sich anzubieten, zumal sich dafür im Common Sense (dem „Alltags“- oder „Hausverstand“) auch immer Zustimmung finden lässt.

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Geständnisse

Manfred Nowak, Sonderberichterstatter für Menschenrechtsfragen der UNO, weist darauf hin, dass Folter in vielen Staaten weiterhin gebräuchlich sei. Einer der Gründe dafür sei, dass das Geständnis oft noch als wichtiger Beweis für die Schuld gilt. Foucault hat bereits darauf hingewiesen, dass die große Bedeutung des "Geständnisses" sich auch in sanfteren Formen der Herrschaft erhält. Letztlich zielen auch viele Gesprächstechniken der Psychotherapie (und der Sozialen Arbeit) darauf, dass die KlientInnen ihre Probleme, auch ihre "Schuld" gestehen. Das Eingeständnis soll der erste Schritt zur Veränderung sein.

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